Waihi Beach, Waiheke Island & Auckland

Heute endlich ist der Tag, von dem wir dachten, dass viele Tage so losgehen würden: Nach dem Aufstehen gehen wir laufen! Jetzt kommt das Claireletics Shirt doch noch zum Einsatz. Man kann ganz lange am Wasser entlang laufen, vorbei an sehr schönen Häusern, ganz ruhigem Wasser über das ab und zu Vogelschwärme hinweg fliegen und natürlich an zahlreichen anderen Joggern bzw. Vorstadtmamis, die zusammen mit einer Freundin und obligatorischem Hund gerade mit Ihren Babys spazieren gehen. Wir laufen ca. 5km und schmeißen uns dann schnell in unsere Badeklamotten, um einen morning swim im Meer zu machen! Danach – Dino hat wieder eine tolle Konstruktion mit der Wäscheleine gemacht: festgemacht am Autospiegel und mit den Heringen auf der anderen Seite im Gras- hängen wir alles zum Trocknen / Lüften. Vor einer Weile hat sich ein Kleinbus, der Kaffee und Eis verkauft, bei uns in der Nähe platziert und so holen wir uns Kaffee und lesen erstmal in Ruhe vor dem Camper in der Sonne.

Irgendwann gegen Mittag fahren wir nach Waihi Beach, was nur 40 min entfernt ist. Der Campground hier liegt hinter einer Düne direkt am Wasser, aber da wir uns einen Stellplatz auf einem Hügel suchen, sehen wir trotzdem das Meer! Dino ist schon ganz aufgeregt, denn jetzt ist Waschtag angesagt! Ich kann die Wäsche gar nicht schnell genug zusammenpacken… und schon kommt er mit einer Art großem Kettcar, um mich und die Wäsche abzuholen. Dieses Gefährt ist weder für den Transport von Beifahrern, noch von Gepäckstücken gemacht, so dass 1) ich mich mit Waschmittel in der Hand hinten auf die Achse Stelle und mich verkrampft an Dino festhalte, denn in den Flipflops stehe ich alles andere als stabil 2) das Ganze für alle Außenstehenden, also weitere Gäste der Campsite, sehr amüsant aussieht. Zum Glück kommen wir heil am Wäscheraum an und nachdem wir 2 Ladungen angestellt haben geht es auf ins Meer. Der Strand ist sehr lang und der Sand hat eine ganz tolle Farbe: tiefschwarz mit Silberglitzer nah an der Düne und hellgrau weiter vorne am Wasser. Wir lesen ein bisschen und toben dann in den Wellen. Als wir die Wäsche auf der Maschine und in in den Trockner packen, holen wir uns an der Rezeption noch Bodyboards, mit denen wir jetzt ins Meer gehen. Was für ein Heidenspaß! Wir freuen uns wie die Kleinkinder, wenn wir eine gute Welle erwischt haben! Etwas kaputt – das ist ja noch ein richtiger Sports-Tag geworden – und mit zahlreichen blauen Flecken übersät fängt Dino irgendwann an zu grillen.

Am kommenden Tag werden ganz früh wach, weil es total windig ist und regnet. Draußen hängt noch ein Teil der Wäsche! Wir hüpfen also aus dem Camper um alles schnell vorne ins „Cockpit“ zu werfen und fahren die Markise ein, damit sie am letzten Tag nicht noch kaputt geht bei dem Wind. Ich bastele noch eine Wäscheleinen-Konstruktion vorne im Auto und dann schlafen wir weiter. Als wir aufstehen regnet es immer noch in Strömen. Wir trödeln total, hängen die Wäsche irgendwie hinten im Auto auf und fahren dann erst um kurz vor 11h los – haben eben beschlossen, heute mal auswärts zu frühstücken. Wir finden ein ganz schönes Cafe direkt am Wasser. Da inzwischen die Sonne rausgekommen ist, stellen wir die klatschnassen Stühle raus, hängen Handtücher drüber, andere Handtücher an unsere Autospiegel und an einen Zaun und lassen draußen alles trocknen. Drinnen gibt es auch Internet, so dass wir endlich mal wieder einen Blogpost machen können. Nach knapp zwei Stunden brechen wir auf und machen, bevor wir losfahren, noch einen Spaziergang am Strand, wo wir einen ganz kleinen blauen Pinguin sehen. Heute ist unsere letzte Nacht im Camper 🙁

Die letzte Nacht im Camper verbringen wir auf auf einer Farm kurz vor Auckland, wo wir den Wagen von Innen sauber machen und anfangen zu packen. Morgens fahren auf dem Weg nach Auckland zu einer Waschanlage: Dino hat den Vorsatz, den Camper sauberer zurückzugeben, als wir ihn bekommen haben.

Die Autorückgabe verläuft problemlos und Robyn, die Dame von der wir den Camper gemietet haben, bringt uns sogar noch in die Stadt zum Wharf, wo wir eine Fähre nehmen und 45min später sind wir auf Waiheke Island. Wir haben eine Caravan-Cabin gebucht, da es unsere erste Nacht ohne Camper sein wird (und wir ihn jetzt schon vermissen!) – und die ist sooo niedlich! Nachdem wir uns kurz aklimatisiert haben, laufen wir direkt los zur ersten Winery, die praktischerweise direkt nebenan ist. Hier ist es nur so medium gut, und so laufen wir über den Vineyard Trail, der durch die Weinberge führt, 20 min zum nächsten Weingut. Abend laufen wir runter in den Ort und essen fürstlich zu abend.

Um kurz vor 7h klingelt der Wecker und – sehr ungewöhnlich – Dino steht sofort auf. Dortmund spielt! Danach frühstücken wir (es gibt hier offiziell kein Frühstück, aber Toast, Butter, Marmelade und frische Eier sind vorhanden – was will man mehr?) und holen dann den Retro Roller ab, den wir für heute gebucht haben. Unser erster Stop ist quasi direkt um die Ecke im Oneroa Village im Fenice Cafe. Die Hauptstraße des Village ist mit ganz vielen kleinen Lädchen gespickt und durch die schönen Blumenbeflanzungen und Palmen hat das Ganze so ein Flair, wie ich es mir ein bisschen in Florida vorstelle.

Weiter gehts zum Mudbrick Vineyard, von dem man eine ganz tolle Sicht auf Auckland hat. Hier teilen wir uns ein Tasting und chillen auf den Sofas in der Sonne. Das Anwesen ist wirklich sehr schön!

Jetzt düsen wir (naja, maximal 45km/h – mehr geben der Roller bzw. die vielen Berge nicht her) zum Palm Beach, einem sehr schönen Strand mit ganz klarem Wasser. Es ist wirklich total heiß und nach dem Schwimmen und kurzer Zeit bruzzeln in der Sonne brechen wir wieder auf.

Wir sterben gerade vor Hunger und so beschliessen wir noch kurzerhand zu einem Olivenöl-Tasting zu fahren und essen dort fast jedes Stückchen Brot auf, was es zum Olivenöl gibt. Anschließend kurven noch etwas über die Insel geben den Roller zurück. Auf dem Rückweg kehren wir noch im Casita Miro Vineyard ein. Auf dem Hügel neben dem Restaurant liegen jeweils unter kleinen Olivenbäumchen Decken an kleinen Picknicktischen und so genießen wir hier noch ein Weinchen in der Sonne – sehr gemütlich! Das letzte Abendessen in Neuseeland ist wieder hervorragend – wir grillen ein letztes Mal.

Am nächsten Tag fahren wir bei strahlendem Sonnenschein mit der Fähre zurück nach Auckland und von dort direkt zum Flughafen. Jetzt heißt es Abschied nehmen von Aotearoa (so heißt Neuseeland in der Sprache der Maori) und „G´day Mate“ in Sydney!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.