Jain Tempel in Ranakpur

Am 11. Januar checken wir in – unserer bisher schönsten Unterkunft dem Raj Mandir Haveli – Jodhpur aus und machen uns auf dem Weg nach Udaipur.

Wir versichern dem Hotelbesitzer nochmals, dass wir ihm bei Tripadvisor 5 Sterne geben (er braucht noch zwei gute Bewertungen, um in die Top Ten von Jodhpur zu rutschen). Dann bringt uns eine Riksha zum Auto, das uns nach Udaipur fahren wird. Nach einigen Stunden stoppen wir in Ranakpur, wo sich ein Jain-Tempel befindet. Hier gibt es keinen Eintritt jedoch muss sich jeder einen Audioguide nehmen – Dino wedelt mit seiner OCI Card herum, erzählt irgendwas und kommt mal wieder umsonst rein.

Jains versuchen durch asketisches, sittliches Leben und dem Befolgen einiger strenger Regeln den ewigen Kreislauf der Wiedergeburt zu durchbrechen und ins Nirwana zu gelangen. Eine der Regeln besagt, dass man Lebewesen nicht töten oder verletzen soll, daher sind Jainas vegetarisch. Das wird von einigen so ernstgenommen, dass sie z.B. keine unter der Erde wachsenden Gemüse (z.B. Zwiebeln und Knoblauch) essen, weil bei deren Ernte Insekten sterben könnten. Andere, z.B. Mönche, tragen teilweise einen Mundschutz, um nicht aus Versehen Insekten zu verschlucken.

Der Tempel ist aus weißem Marmor ganz symmetrisch aufgebaut. Insgesamt wird er von 1444 Säulen getragen, und keine zwei davon sind identisch – jede anders und ziemlich aufwendig verziert. Obwohl es auch hier insgesamt wieder (wie auch in der Umgebung, wir sind schon lange vorher von der Hauptstraße abgefahren und haben kleine Dörfer durchquert) sehr ruhig ist, haben wir noch nirgends so viele europäische Touristen gesehen wie hier.

Auf der Weiterfahrt halten wir an einem Restaurant im Grünen, wo es ein leckeres Buffet gibt. Am Eingang gibt es einen von einem Bullen betriebenen Mühlstein. Dann geht es weiter nach Udaipur!

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